Dieser Beitrag ist ein Entwurf und wird noch fachlich geprüft.
Ein Secure SDLC beginnt nicht mit möglichst vielen Freigabedokumenten. Er definiert passende Security-Anforderungen, Produktrisiken, klare Testkriterien, verantwortete Release-Gates und Prozesse für Meldung und Behebung von Schwachstellen.
Was ein Secure SDLC leisten muss
Ein sicherer Entwicklungsprozess beantwortet für jedes Release drei Fragen: Welche Sicherheitsanforderungen gelten? Wie wurde geprüft, dass sie erfüllt sind? Wer hat das freigegeben? Wenn diese Antworten aus dem normalen Entwicklungsalltag entstehen – aus Tickets, Reviews und Pipelines –, ist der Prozess tragfähig.
Die Bausteine
Anforderungen und Risiken
Security-Anforderungen werden wie fachliche Anforderungen behandelt: im Backlog, mit Akzeptanzkriterien. Ein leichtgewichtiges Threat Modeling bei Architekturänderungen zeigt, wo sie nötig sind.
Definition of Done mit Security-Checks
Code-Review, statische Analyse und Abhängigkeitsprüfung gehören in die Definition of Done – automatisiert, wo möglich, damit sie nicht vom Zeitdruck abhängen.
Release-Gates
Vor einem Release wird geprüft, dass keine bekannten kritischen Schwachstellen offen sind oder bewusst akzeptiert wurden. Die Entscheidung ist dokumentiert und einer Person zugeordnet.
Vulnerability Handling
Nach dem Release beginnt die eigentliche Arbeit: Meldungen annehmen, bewerten, beheben und Updates ausliefern.
Empfohlene erste Schritte
- Den tatsächlichen Entwicklungsablauf aufnehmen – nicht den dokumentierten.
- Vorhandene Kontrollen identifizieren und bewerten.
- Wenige, wirksame Gates definieren und in einem Team erproben.
- Nachweise dort ablegen, wo sie ohnehin entstehen.
Quellen
- NIST SP 800-218: Secure Software Development Framework (SSDF)
- OWASP Software Assurance Maturity Model (SAMM)
Dieser Beitrag ist eine technische Einordnung und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Primärquellen.