Eine gute Unternehmenswebsite beginnt nicht mit dem Design, sondern mit ein paar klaren Antworten: Wen wollen Sie erreichen, was sollen Besucher tun, und wer kümmert sich nach dem Livegang darum? Diese Checkliste hilft bei der Vorbereitung.
Was Sie vor dem ersten Gespräch klären sollten
- Ziel: Sollen Kunden anrufen, eine Anfrage senden, einen Termin buchen oder sich nur informieren?
- Zielgruppe: Privatkunden in der Region, Geschäftskunden, Bewerber?
- Seiten: Welche Inhalte brauchen Sie wirklich? Typisch sind Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, Impressum und Datenschutz.
- Funktionen: Kontaktformular, Terminbuchung, Karte, mehrere Sprachen, ein Bereich, den Sie selbst pflegen?
- Inhalte: Gibt es Texte, Fotos und ein Logo, oder müssen sie erst entstehen?
- Bestand: Haben Sie schon eine Domain, ein E-Mail-Postfach oder einen Hosting-Vertrag?
Wovon die Kosten abhängen
Pauschale Preise sagen wenig, weil Websites sehr unterschiedlich sind. Den größten Einfluss haben:
| Umfang | Anzahl der Seiten und wie individuell jede einzelne gestaltet wird. |
|---|---|
| Inhalte | Liefern Sie Texte und Bilder selbst, oder sollen sie erstellt werden? |
| Funktionen | Ein Kontaktformular ist schnell eingebaut, eine Terminbuchung oder ein Kundenbereich deutlich aufwendiger. |
| Selbst pflegen | Wollen Sie Inhalte selbst ändern, braucht es ein Redaktionssystem. Ändern Sie selten etwas, ist eine schlanke Seite ohne CMS oft günstiger und sicherer. |
| Laufende Kosten | Domain, Hosting und Wartung fallen jeden Monat bzw. jedes Jahr an. Klären Sie, wer sich darum kümmert. |
Lassen Sie sich ein schriftliches Angebot mit klar beschriebenem Umfang geben. Dann wissen Sie, was enthalten ist und was nicht.
Zur Orientierung unsere eigenen Preise: Eine Website mit bis zu 5 Seiten erstellen wir ab 990 €, eine umfangreichere Unternehmenswebsite ab 2.490 €. Hosting inklusive Domain gibt es ab 19 €, Wartung mit Updates und Änderungen ab 59 € im Monat, jeweils netto. Details stehen bei den Website-Paketen und Preisen.
Der typische Ablauf
- Gespräch: Ziel, Umfang, Inhalte und Zeitplan klären.
- Struktur und Entwurf: Seitenaufbau und Gestaltung abstimmen.
- Umsetzung: Die Website wird gebaut und mit Inhalten gefüllt.
- Livegang: Domain, Hosting und Verschlüsselung (HTTPS) einrichten, Seite veröffentlichen.
- Pflege: Updates, Backups und Änderungen, entweder durch Sie oder als Wartungsvertrag.
Der Zeitplan hängt meist weniger von der Technik ab als davon, wie schnell Texte und Bilder vorliegen.
Rechtliche Pflichtpunkte
- Impressum mit den Angaben nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz.
- Datenschutzerklärung, die beschreibt, welche Daten die Website tatsächlich verarbeitet.
- Einwilligung ist nur für Cookies und Dienste nötig, die nicht technisch notwendig sind, etwa für Statistik- oder Werbedienste. Wer darauf verzichtet, braucht oft gar kein Cookie-Banner.
- Barrierefreiheit: Für bestimmte Online-Dienstleistungen an Verbraucher gilt seit Juni 2025 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Unabhängig davon profitieren alle Besucher von einer gut lesbaren, per Tastatur bedienbaren Seite.
Diese Hinweise ersetzen keine Rechtsberatung, helfen aber, die richtigen Fragen zu stellen.
Damit Kunden aus der Region Sie finden
- Ein Google-Unternehmensprofil mit genau derselben Adresse und Telefonnummer wie auf der Website.
- Klare Seitentitel mit Leistung und Ort, zum Beispiel „Elektriker in Neunkirchen“.
- Kurze Ladezeiten, besonders auf dem Handy.
- Gut sichtbare Telefonnummer und ein einfaches Kontaktformular.
- Bewertungen zufriedener Kunden im Unternehmensprofil.
Checkliste zum Abhaken
- Ziel und Zielgruppe in zwei Sätzen beschrieben
- Liste der benötigten Seiten und Funktionen
- Texte, Fotos und Logo vorhanden oder eingeplant
- Domain und E-Mail geklärt
- Entschieden, wer Hosting und Updates übernimmt
- Impressum- und Datenschutzangaben vorbereitet
Fragen zu diesem Thema?
Wir ordnen ein, was das konkret für Ihr Produkt oder Ihren Prozess bedeutet.
Dieser Beitrag ist eine technische Einordnung und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Primärquellen.