Website-Wartung: Was regelmäßig getan werden muss

Updates, Backups, Zertifikate und Softwareversionen: eine Übersicht mit Rhythmus.

Eine Website ist nach dem Livegang nicht fertig. Ohne regelmäßige Pflege veraltet die Software, Zertifikate laufen ab und Sicherheitslücken bleiben offen. Diese Übersicht zeigt, was wann zu tun ist.

Warum Wartung kein Luxus ist

Die meisten gehackten Websites werden nicht gezielt angegriffen. Automatisierte Programme durchsuchen das Netz nach bekannten Lücken in veralteten Systemen und Erweiterungen. Wer Updates zeitnah einspielt, ist für diese Angriffe schlicht kein Ziel.

Was regelmäßig zu tun ist

RhythmusAufgabe
LaufendErreichbarkeit überwachen und bei Ausfall benachrichtigen.
WöchentlichSicherheitsupdates für Redaktionssystem, Erweiterungen und Server einspielen.
Täglich automatischBackup von Dateien und Datenbank, an einem anderen Ort als der Server.
MonatlichKontaktformular testen, Fehlerprotokolle prüfen, nicht mehr genutzte Erweiterungen entfernen.
VierteljährlichWiederherstellung aus dem Backup testen, Ladezeit und Darstellung auf dem Handy prüfen.
JährlichPHP- bzw. Plattformversion auf unterstützte Version prüfen, Impressum und Datenschutzerklärung aktualisieren.

Backups: erst die Wiederherstellung zählt

Ein Backup ist nur so gut wie die Wiederherstellung. Bewährt hat sich die 3-2-1-Regel: drei Kopien, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon an einem anderen Ort. Testen Sie mindestens einmal im Quartal, ob sich die Seite aus dem Backup tatsächlich wiederherstellen lässt.

Zertifikate und HTTPS

Viele Hoster stellen kostenlose Zertifikate bereit, etwa über Let's Encrypt. Diese sind 90 Tage gültig und werden automatisch erneuert, solange die Einrichtung stimmt. Läuft ein Zertifikat ab, zeigen Browser eine deutliche Warnung, und Besucher springen ab.

Unterstützte Softwareversionen

Auch die Programmiersprache hinter der Website hat ein Ablaufdatum. Für PHP-Versionen gibt das PHP-Projekt die Zeiträume für Sicherheitsupdates offiziell bekannt. Läuft eine Version aus, sollte die Website vorher auf eine unterstützte Version umziehen.

Selbst machen oder abgeben?

Wer ein Redaktionssystem wie WordPress betreibt, kann viele Updates selbst einspielen. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Wenn niemand im Unternehmen dafür Zeit hat, ist ein Wartungsvertrag mit festem Umfang meist günstiger als die Reparatur nach einem Vorfall.

Quellen

  1. PHP: Supported Versions
  2. Let's Encrypt: FAQ
  3. BSI: IT-Grundschutz

Fragen zu diesem Thema?

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Dieser Beitrag ist eine technische Einordnung und ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Primärquellen.

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